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Gefecht am Burgtor von Lübeck 6.11.1806 (rechter Vordergrund)

Luebeck1806_PreussenRechts.jpg Gefecht am Burgtor von Lübeck 6.11.1806 (rechter Hintergrund)VorschaubilderGefecht am Burgtor von Lübeck 6.11.1806 (rechter Hintergrund)VorschaubilderGefecht am Burgtor von Lübeck 6.11.1806 (rechter Hintergrund)VorschaubilderGefecht am Burgtor von Lübeck 6.11.1806 (rechter Hintergrund)Vorschaubilder


Der rechte Vordergrund des Gemäldes zeigt verteidigende Musketiere eines preußischen Linieninfanterie-Regiments. Gemäß der Abzeichenfarbe könnte es sich um das Stammregiment des Herzogs von Braunschweig-Oels Nr. 12 handeln, das Hellziegelrot sowie Messingknöpfe als Auszeichnung trug (siehe Regimentsunterschiede auf Napoleon Online). Allerdings führte auch das Regiment Alt-Larisch Nr. 26 die gleichen Kennzeichen; dieses Regiment wich vor den angreifenden Franzosen in das Burgtor in die Stadt zurück.



Sehr schön ist der Husarentrompeter von hinten dargestellt, es dürfte sich um das Husarenregiment Nr. 8, den sog. "Blücher-Husaren" handeln, das sich mit dem Oberkommandierenden Blücher auch in Lübeck befand.


3 Kommentare

  • HKDW - Donnerstag 31 Dezember 2015 13:04
    ich würde uniformkundliche Details bei diesem Gemälde nicht überbewerten wie etwa gerade Rabatten bei den Franzosen, oder rote Schoßumschläge, oder schwarze Säbelscheiden bei der preußischen Infanterie - Rückntornister, überkreuzte Bandliers alles Sachen die fragwürding sind.
  • admin - Donnerstag 31 Dezember 2015 12:11
    Beachtenswert auch die unterschiedlichen Gamaschen der preußischen Infanteristen, die alle keine Überhosen tragen (Danke an Frank Velte für diesen Hinweis)
  • Sans-Souci - Donnerstag 31 Dezember 2015 10:36
    In:

    Dr. Ferdinand Grautoff. In Leipzig während der Völkerschlacht und anderes von der Franzosenzeit aus alten Familienpapieren. Leipzig 1913. S. 26

    findet sich eine Aufzeichnung über den 5. November 1806 in Lübeck. Dort heißt es:

    "Wahrhaft grauenerregend aber sahen die Blücherschen Husaren aus. Sie hatten rote Unterkleider, einen Dolman von gleicher Farbe mit gelben Litzen besetzt. Eine hohe spitze Filzmütze ohne Schirm, daran eine weiße Feder, über der Uniform hing ein weißer Tuchmantel, so grob wie möglich, der denn häufig aufs schrecklichste mit großen Blutflecken besudelt war, welches aus dem weißen Grunde recht hervorschimmerte."

    Der Husaren-Trompeter hier scheint dagegen bereits den 1805 eingeführten Tschako zu tragen, der auch von Henschel gezeigt wird.

    Es fehlen die roten Schwalbennester mit weißen, zweimal rotgestreiften Borten.

    Die Reithose (Überhose, daneben wurde eine weißlederne ungarische Hose getragen) müßte laut Kling von der Farbe des Pelzes sein, hier also rot.

    Dunkelblaue Pelze und damit auch dunkelblaue Überhosen hatten die Husaren-Regimenter Rudorff [H2] und Pletz [H3], die beide am 7. November bei Ratkau kapitulierten. Bei einem dieser beiden Regimenter wird der Maler die blauen Hosen gesehen haben. Vielleicht auch den Tschako ?

    Dunkelblaue, in den Stiefeln getragene ungarische Hosen (und dazu dunkelblaue Reithosen) gab es nur beim Husaren-Regiment Usedom [H10], das jedoch am 4. November 1806 bei Wismar kapitulierte und nicht in Lübeck war.